Ehrenamtliche

Mitarbeit als ehrenamtliche Beraterin oder Berater
Im Modellprojekt arbeiten aktuell sieben ehrenamtliche Berater/innen mit. Sie betreuen täglich eingehende Anfragen im Forum und beraten die Ratsuchenden.
Sie haben alle eine spezielle Schulung durchlaufen. Neben fachlichen Grundlagen in der Angehörigenberatung gab es eine Einführung in die Methoden der Onlineberatung.
Zentrales Ziel des Projektes ist
– eine deutliche Entlastung pflegender Angehöriger insbesondere dementiell Erkrankter,
– so früh und effektiv wie möglich dem psychosozialen Unterstützungsbedarf pflegender Angehöriger entgegen zu kommen,
– neue Zielgruppen für die Pflege zu erschließen,
– die Inanspruchnahme der Hilfen zu erhöhen,
– Möglichkeit der anonymen Beratung bieten.

Welche Voraussetzungen gibt es für eine Mitarbeit?
Optimaler Weise haben Sie Erfahrungen mit der Pflege von dementiell erkrankten Angehörigen und können sich in die Situation einfühlen.
Sie bringen ein gutes schriftliches Erfassungs- und Ausdrucksvermögen mit.
Sie sind psychisch belastbar und haben eine hohe Reflexions- und Kritikfähigkeit und sind sich ihrer verantwortungsvollen Aufgabe bewusst.
Vielleicht verfügen Sie bereits über Beratungserfahrung oder Kenntnisse im psychosozialen Bereich, das ist aber keine Voraussetzung.
Sie sollten onlineaffin sein und über einen eignen PC mit Internetanschluss verfügen.

Wieviel Aufwand bedeutet eine Mitarbeit?
Wir schätzen Ihren wöchentlicher Aufwand zwischen etwa zwei bis acht Stunden ein.

Wer begleitet mich?
Professionelle Beraterinnen aus den Fachberatungsstellen, Pflegestützpunkten und Angehörigenberatung stehen Ihnen als Experten der Pflege- und Demenzberatung zur Seite.
Daneben arbeiten Sie in einem kleinen Team ehrenamtlicher Beraterinnen, die sich Anfragen aufteilen und sich untereinander stützen können.

Wir führen Sie in die Onlineberatung ein.
Sie lernen die Beratungssoftware und unterschiedliche Konzepte und Methoden zur Beantwortung von Onlineberatungsanfragen kennen. Sie setzen sich mit den grundlegenden Aspekten des Datenschutzes auseinander. In einer Mischung aus theoretischem Input und praktischen Übungen mit Fallbeispielen wird konkretes Handwerkszeug vermittelt.
Der Zeitaufwand beträgt in etwa 40 Stunden verteilt auf mehrere Wochen.

3 Fragen an unsere Ehrenamtliche Wilhelmine:
— Wie ist so ein „virtuelles“ Ehrenamt? Ist es anders?
Ja ganz anders. Du hast ja normalerweise ein Gegenüber, wo du die Reaktion siehst. Die fehlt ja beim Text lesen. Man weiß ja auch nie, wer da schreibt. Das war spannend, als wir uns in der Schulung in zwei Gruppen geteilt und densel-ben Text gelesen haben. Die einen dachten er stammt von einer Frau, die anderen waren sich sicher, es ist ein Mann.
— So ein ganz neues Projekt, ist das anstrengend?
Also, dass es neu ist, finde ich nicht anstrengend. Anstrengend fand ich, dass das Forum so unübersichtlich war im Hintergrund, weil die Softwarefirma da nicht weitergemacht hat. Wir hatten tausend Buttons und das war schwer zu verstehen. Aber das ist ja nun besser. Da ist eine ganze Menge rausgelöscht worden, es ist viel übersichtlicher geworden.
— Würdest Du es wieder machen?
Es ist einfach schade, dass es so wenig Anfragen gibt. Ich kann nicht so viel einbringen von meinem neuen Wissen. Aber ich finde die Gruppe mit den Ehrenamtlichen richtig gut. Die einen kommen vom Ehrenamt, die anderen vom Studium und andere pflegen ihre Eltern im Haus. Ich habe schon viel gelernt.
Vielen Dank Wilhelmine!

Wenn Sie Interesse haben an einer ehrenamtlichen Mitarbeit in OSpA, wenden Sie sich bitte an Camilla Rieke, info (at) e-beratungsinstitut.de