Modellprojekt

Unabhängig von Sprechzeiten und Terminvereinbarungen, ohne zusätzliche Wege oder Fahrtkosten bietet der Online-Support für pflegende Angehörige (OSpA) eine internet-basierte Beratung zur Entlastung, insbesondere für Angehörige demenziell Erkrankter.
Pflegebedürftigkeit kann bei jedem eintreten und mit einer hohen körperlichen, finanziellen und insbesondere emotionalen Belastung der beteiligten Angehörigen, Freunden und Bekannten einhergehen. Vor allem bei der Pflege von demenzerkrankten Angehörigen kommt es bei den privaten Pflegepersonen oft zu einer Art Isolation und Vereinsamungsgefühlen.

Mit dem Projekt „Online-Support für pflegende Angehörige in Bayern – Entlastung durch Gleichbetroffene und Experten zur Sicherung der häuslichen Pflege insbesondere bei Demenzerkrankungen“, kurz OSpA, startete im Juli 2016 ein neues Projekt am Institut für E-Beratung der TH Nürnberg. Das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Richard Reindl wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert.
Das Projekt umfasst die evaluierte Entwicklung und Implementation eines Online-Beratungsportals für pflegende Angehörige beispielhaft in städtischen und ländlichen Regionen Nordbayerns und wird gemeinsam mit regionalen Praxispartnern aus der Pflege- und Angehörigenberatung entwickelt und durchgeführt.
Seinen innovativen Charakter erhält das Portal durch eine Verschränkung von Selbsthilfe und professioneller Beratung. Gegenseitige, informelle und emotionale Unterstützung und Entlastung mit der Beratung und Unterstützung durch ehrenamtlich tätige Peerberater/innen (z. T. ehemals Pflegende) wird verknüpft mit den Vorteilen professioneller Beratung von Experten der Pflege- und Demenzberatung. Damit wird das bisher überwiegend an Präsenz gebundene Beratungs- und Unterstützungsangebot der Fachberatungsstellen um eine internetgestützte Variante erweitert, die die Inanspruchnahme so niedrigschwellig wie möglich gestaltet.
Zentrales Ziel ist es dabei, zu einer deutlichen Entlastung pflegender Angehöriger insbesondere dementiell Erkrankter beizutragen, dem psychosozialen Unterstützungsbedarf pflegender Angehöriger so früh und effektiv wie möglich entgegen zu kommen, neue Zielgruppen für die Pflege zu erschließen und die Inanspruchnahme der Hilfen zu erhöhen. Damit sind zentrale Erfolgskriterien für die Zukunft der häuslichen Pflege besonders von Demenzerkrankten thematisiert und in regional unterschiedlich strukturierten Räumen (Stadt / Land) modellhaft umgesetzt.


Weitere Informationen zum Modellprojekt


Partner

  • Agentur für Angebote zur Unterstützung im Alltag, LAG der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern
  • AOK Bayern
  • Caritasverband für Stadt und Land Hof e.V., Fachberatung pflegende Angehörige
  • Deutsche Alzheimer Gesellschaft – Landesverband Bayern e.V.
  • Diakonie Selb-Wunsiedel, Fachstelle für pflegende Angehörige
  • Diakonie Hochfranken, Fachstelle für pflegende Angehörige
  • Hochschulservice für Familien der TH Nürnberg – Eldercare
  • Institut für E-Beratung der TH Nürnberg
  • Pflegestützpunkt Nürnberg
  • Seniorenamt der Stadt Nürnberg
  • TH Nürnberg Fak. Sozialwissenschaften, Studienschwerpunkt „Altern in der modernen Gesellschaft“